Nach der Drohung von Google

Nach dem „angedrohten Rückzug aus China von Google“ haben viele Chinesen Angst um das Wachstum des Landes und um ihre eigene Existenz. Viele Chinesen nutzen Google bei ihrere täglichen Arbeit im Internet.

Google hatte nach Hackerangriffen aus China angekündigt nicht mehr mit der Zensur der chinesischen Regierung zusammenzuarbeiten. Diese Weigerung könnte eine Sperrung Googles in China zur Folge haben. Dann müsste Google auch ihre Büros in China schließen.

Wie sie ohne Google auskommen soll, kann sich Li Li nur schlecht vorstellen. „Unser Internetleben ist völlig von Google abhängig“, schrieb die Chinesin am Donnerstag auf ihrem Blog. „Wir nutzen Google als Suchmaschine, nutzen Gmail zum Senden und Empfangen von E-Mails, lesen Nachrichten mit Google Reader, verwalten unsere Dateien mit Google Files und unsere Fotos mit Picasa. Es gibt einfach nichts, was Google ersetzen könnte.“

Durch diese Aussage wird sehr deutlich die Angst der Chinesen gezeigt. Google soll nach Angaben eines weiteren Chinesen die bessere Suchmaschine in China sein und das trotz der Zensur. Ein chinesischer Blogger namens „Nano“ hat folgendes dazu gesagt:

„Youtube, Twitter, Facebook und Wikipedia sind schon zensiert. Und jetzt auch noch Google. Unsere Regierung verwandelt den chinesischen Teil des Internets immer mehr in ein Local Area Network“

Durch die Zensur schränkt die Regierung Chinas die Handlungsmöglichkeiten des Landes immer weiter ein. Dies wird sich auch mit Sicherheit auf die Wirtschaft auswirken und das Wachstum einschränken.

Wenn sich Google wirklich aus China zurückzieht wird dies einen Einbruch des Internetmarktes in China nach sich ziehen und die Produktentwicklungen werden eingeschränkt.

Um die Solidarität mir Google zu zeigen hat es in der Nacht eine Nachtwache von Chinesen mit Kerzen in der Hand vor dem Google-Hauptquartier in Peking gegeben.

„Ohne Google fehlt mir ein Teil meines Lebens“, sagte eine junge Chinesin. „Wollen sie uns zurück in die Steinzeit zwingen? Wir sind doch nicht Nordkorea“, sagte ein junger Mann.

Quelle

Hoffen wir mal, dass die Regierung Chinas und Google einen Weg aus dieser Misere finden. Dieser Weg sollte jedoch nicht wieder in Zensur enden, so dass den Chinesen Informationen vorenthalten werden. Aber ich glaube dies ist nur ein Wunschdenken meinerseits.

2 KOMMENTARE

  1. Zur Zeit ist das noch ein Wunschdenken, aber wenn die Chinesen irgendwann einmal den Mut aufbringen von unten herauf zu Reformieren und der Druck so groß wird, das auch millitäriche Interventionen nicht mehr möglich sind, dann könnte es was werden.

    Lieben Gruß
    Sven

  2. Ein Jahr später hat sich gezeigt, dass Google sich nicht wirklich aus China zurückgezogen hat. Zwar werden die Anfragen auf den Server in Hongkong umgeleitet, aber letztlich kann es sich Google nicht leisten, den chinesischen Markt zu vernachlässigen. Klar ist: Die Regierung hätte Google immer wieder Steine in den Weg gelegt, damit Baidu nummer eins bleibt. Ich vermute, dass der Suchmaschinenriese einfach eine grosse PR-Kampagne durchgeführt hat.

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